Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Über die Bedeutung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Der Begriff „Herz-Kreislauf-Erkrankungen“ bezeichnet alle Krankheitsbilder, die auf Störungen im Bereich des Herzens oder des Blutkreislaufs zurückzuführen sind. Dazu gehören vor allem Arteriosklerose, Bluthochdruck, Herzinfarkte und Schlaganfälle, aber auch Entzündungen des Herzmuskels,  rheumatische Herzkrankheiten, Herzrhythmusstörungen sowie Erkrankungen des venösen Systems, z.B. Thrombosen.

Basiswissen zur betrieblichen Gesundheitsförderung

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die Ursache für circa 40 Prozent aller Sterbefälle in Deutschland und führen somit die Liste der Todesursachen an (Robert-Koch-Institut, 2013). 52 Prozent aller Todesfälle bei Frauen sowie 42 Prozent aller Todesfälle bei Männern werden durch HKL-Krankheiten verursacht.  HKL-Erkrankungen sind für die höchsten Krankheitskosten verantwortlich (2008: 37 Milliarden Euro (Statistisches Bundesamt) – indirekte Kosten durch Produktivitätsverluste und verlorene Erwerbsjahre wurden hier noch nicht berücksichtigt. Verschiedene Institute schätzen den durch HKL-Erkrankungen verursachten volkswirtschaftlichen Schaden in der EU auf rund 200 Milliarden Euro jährlich. Häufig ziehen HKL-Erkrankungen schwere Folgen wie z.B. geistige oder körperliche Behinderungen nach sich, die zu Frühverrentung oder Pflegebedürftigkeit führen.

Das heimtückische an vielen HKL-Erkrankungen ist, dass sie aufgrund fehlender Frühsymptome oft viele Jahre oder sogar Jahrzehnte hinweg unbemerkt bleiben können, weshalb ein Herzinfarkt oder Schlaganfall dann aus vollster Gesundheit heraus zu kommen scheint. Es ist daher umso wichtiger, so früh wie möglich Prävention zu leisten. Die Entwicklung eines Maßnahmenkatalogs zur BGF ergibt sich aus der Kenntnis der Risikofaktoren:

  • Ungünstige Ernährung (wenig Obst und Gemüse, zu viel Fleisch / Zucker / ungünstige Fette, zu viele verarbeitete Nahrungsmittel)
  • Chronischer Bluthochdruck
  • Diabetes mellitus
  • Übergewicht
  • Rauchen
  • Alkoholmissbrauch
  • Stress
  • Mangelnde Bewegung

 Betriebliche Gesundheitsförderung konkret

Sinnvolle Maßnahmen zur Prävention vor HKL-Erkrankungen sind zum Beispiel:

  • Bereitstellung von Informationsmaterialien
  • Gestaltung von Gesundheitstagen
  • Angebote zur Suchtprävention
  • Ernährungsberatung
  • Gesunde innerbetriebliche Verpflegung
  • Kostenlose Versorgung mit Wasser oder zuckerfreien Getränken
  • Fitness- und Bewegungsangebote
  • Angebote zur Stressbewältigung
  • Betriebliche Krankenversicherungsangebote mit regelmäßigen Vorsorgeleistungen
  • Vorbildverhalten der Führungsebene

 

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