Work-Life-Balance

Was versteht man unter Work-Life-Balance?

Der Begriff „Work-Life-Balance“ wird synonym zu dem Audruck „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ verwendet und bezeichnet einen Zustand, in dem sich Berufs- und Privatleben harmonisch miteinander in Einklang befinden. Da die klassische Familienstruktur heute durch verschiedene Lebensformen abgelöst wird, hat sich dieser Begriff durchgesetzt. Kritiker merken berechtigterweise an, dass die Bezeichnung „Work-Life-Balance“ irreführend sei, da sie ausdrückt, dass der Lebensbereich der Arbeit etwas sei, was vom Rest des Lebens getrennt ist.

Basiswissen zur betrieblichen Gesundheitsförderung

Während berufliche Karriere, Status oder monetäre Aspekte noch vor wenigen Jahren im Fokus vieler Arbeitnehmer standen und Einschränkungen der Work-Life-Balance häufiger toleriert wurden, hat sich diese Bereitschaft in der „Generation Y“ deutlich verändert. Ausreichend Zeit für Partner, Kinder, Familie und Freunde zu haben, ist eine essentielle Quelle für Lebensfreude und vermittelt ein Gefühl von Sinnhaftigkeit und Geborgenheit, was sich stabilisierend auf die physische wie psychische Gesundheit auswirkt und den Menschen innerlich nährt. Die durch Emails und Smartphones beschleunigte Kommunikation stärkt die „Always On – Mentalität“, also das Gefühl, ständig verfügbar sein zu müssen, was es für viele Menschen erschwert, den Alltag hinter sich zu lassen und Erholung zu finden. Gerade diese Entspannung ist jedoch wichtig, um physische wie psychische Regeneration erfahren und stressige Phasen dauerhaft verkraften zu können.

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Die rasant wachsende Zahl von Arbeitsunfähigkeitstagen aufgrund von psychischen Erkrankungen und Burn-Out-Syndromen macht deutlich, dass die Regulierung der Work-Life-Balance ein notwendiger Baustein im BGM ist. Gleichzeitig ist es eine gesellschaftliche und politische Notwendigkeit, auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu gewährleisten, um der sinkenden Geburtenrate in einer insgesamt alternden Gesellschaft entgegenzuwirken und auch junge, gut ausgebildete Frauen im Job zu behalten.

Betriebliche Gesundheitsförderung konkret

Zur Regulierung der Work-Life-Balance sind z.B. folgende Maßnahmen sinnvoll:

  • Flexible Arbeitszeitmodelle
  • Home Office Tage
  • Familienfreundliche Personalpolitik
  • Unterstützung bei der Kinderbetreuung
  • Betriebskindergärten
  • Implementierung von klaren Definitonen bzgl. Erreichbarkeit nach Dienstschluss in die Unternehmenskultur
  • Keine Weiterleitung von Emails während Urlaubsperioden
  • Einsatz von EAP
  • Angebote zum Stressmanagement
  • Vermeidung von Überstunden und Überbelastungen

Weitere Informationen, Best Practice-Beispiele, Handlungshilfen und Studien erhalten Sie in folgenden Kategorien:


Best Practice-Beispiele und Inspirationen zur Entwicklung Ihres BGMs

Projekt Dreamwork – Wie kann ein KMU einen Beitrag zur Work-Life-Balance leisten? (Markus Dornseif, Dornseif, 2013)
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Neue Wege für eine familienbewusste Personalpolitik (Sabine Langrock, DekaBank, 2013)
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Vereinbarkeit von Familie und Beruf – die Umsetzung theoretischer Modelle am Praxisbeispiel der Neumüller Unternehmensgruppe (Werner Neumüller, Kerstin Häusler, Neumüller Unternehmensgruppe, 2013)
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Zur Übersicht ausgewählter Informationen und Wissensinhalte

Forsa Umfrage zum DAK Urlaubsreport, 2015
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Pressemeldung DAK Urlaubsreport 2015
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Familienstudie, AOK, 2014
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Life Balance – Ein an Lebensphasen und Lebensereignissen orientierter Ansatz, iga, 2014
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Mail on Holiday – Über automatische Löschung von Emails während der Urlaubszeit, Daimler, 2014
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DGE Index Gute Arbeit Report 2014, Schwerpunkt Arbeitszeitgestaltung, DGE, 2014
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Flexibilität und Autonomie in der Arbeitszeit: Gut für die Work-Life-Balance? Wirtschaft- und sozialwissenschaftliches Institut WSI, Yvonne Lott, 2014
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Generation Y – Das Selbstverständnis der Manager von morgen, Trendstudie, Zukunftsinstitut & Signium International, 2013
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Vereinbarkeit Familie und Beruf – Praxisbeispiele aus der Wirtschaft, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände BDA, 2013
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Auswirkungen von ständiger Erreichbarkeit und Präventionsmöglichkeiten, Initiative Gesundheit und Arbeit iga, 2013
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Online Umfrage zur ständigen Erreichbarkeit, Ergo Versicherungen, 2012
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Home Office Studie; Vor allem Frauen und ältere Berufstätige bevorzugen die Heimarbeit, Teamviewer, 2012
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