Unternehmen stark gegen Krebs

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Was versteht man unter „Krebs“?

Krebs ist ein Sammelbegriff für allen Arten von bösartigen Gewebsneubildungen. Krebszellen können sich aus nahezu jedem Körpergewebe entwickeln, über 300 verschiedene Krebsarten sind inzwischen bekannt. Die häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland sind Prostata-, Brust-, Lungen- und Darmkrebs.

Volkswirtschaftliche Bedeutung

Kaum eine andere Erkrankung ist mit so vielen Ängsten verbunden wie Krebs. Fast jeder hat einen Angehörigen oder Bekannten, der von einer Krebserkrankung betroffen ist oder war selbst schon einmal Betroffener. Laut Prognosen der Weltgesundheitsorganisation WHO wird jeder zweite Mensch in Deutschland mindestens einmal in seinem Leben an Krebs erkranken. Mit rund einer halben Million Neuerkrankungen jährlich gehört Krebs zu den häufigsten Krankheitsbildern und ist nach Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems die zweithäufigste Todesursache (Robert-Koch-Institut, 2015). Krebserkrankungen verursachen in Europa jährlich Kosten von rund 120 Milliarden Euro – 35 Milliarden davon allein in Deutschland. Die reinen Behandlungskosten belaufen sich dabei auf  40 Prozent, die restlichen Kosten werden hauptsächlich durch Arbeitsausfälle verursacht. Im Jahr 2009 starben in der EU 1,24 Millionen Menschen an den Folgen ihrer Krebserkrankung, wodurch rund zwei Millionen Arbeitsjahre verloren gingen (Universität Oxford, 2012). 

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Basiswissen zur betrieblichen Gesundheitsförderung

Noch vor einigen Jahren galten die Gene als unveränderbare Hauptursache für  Krebs, jedoch sind nur 5-10 Prozent der Krebsfälle erblich bedingt (Deutsche Krebshilfe, 2015). Ein gesunder Lebensstil kann das Krebsrisiko wesentlich senken: Allein eine gesunde Ernährung reduziert die Krebswahrscheinlichkeit um bis zu 50 Prozent. Der Verzicht auf Nikotin und Alkohol, regelmäßige Bewegung, Vermeidung von Übergewicht, Reduzierung der Sonnenexposition und ausreichend Schlaf sind weitere Faktoren, die trotz genetischer Disposition vor dem Ausbruch einer Krebserkrankung schützen können (Krebsgesellschaft, 2015). Da bösartige Tumoren über viele Jahre wachsen können und oft erst dann Beschwerden verursachen, wenn sie entsprechend groß und schwierig zu behandeln sind, ist es wichtig, so früh wie möglich Prävention zu leisten.

Betriebliche Gesundheitsförderung konkret

Eine Vielzahl an Maßnahmen ist sowohl zur Prävention vor Krebs als auch zur Unterstützung während einer Krebserkrankung geeignet:

  • Bereitstellung von Informationen (z.B. der Deutschen Krebshilfe)
  • Aufklärungskampagnen (z.B. in Kooperation mit Krankenkassen)
  • Durchführung von Gesundheitstagen
  • Vermittlung geeigneter Ernährungsmodelle (viel frisches Obst und Gemüse, wenig Zucker, wenig Fleisch, wenig Milchprodukte, gesunde pflanzliche Fette)
  • Gesunde Kantinenverpflegung
  • Angebote zur Suchtprävention
  • Nikotion-Entwöhnungskurse
  • Fitness- und Bewegungsangebote
  • Angebote zu Entspannung und Stressmanagement
  • Leistungen zur Krebsfrüherkennung (z.B. in Kooperation mit Betriebsärzten oder betrieblichen Krankenversicherungen)
  • Schutz vor krebsverursachenden Substanzen am Arbeitsplatz
  • Geeigneter Sonnenschutz bei Freiluftberufen (z.B. Sonnensegel, Helme mit Nackenschutz)
  • EAP als begleitende psychologische Hilfestellung während einer Krebserkrankung
  • Persönliche, empathische Ansprache durch die Führungskraft
  • Betriebliches Eingliederungsmanagement nach überstandener Erkrankung


Detaillierte Informationen, Studien, Handlungshilfen sowie Best Practice Beispiele finden Sie in diesen beiden Kategorien:

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Best Practice Beispiele und Inspirationen zur Entwicklung Ihres BGMs

Raiffeisenbank Obermain Nord eG, Gewinner des Felix Burda Awards „Betriebliche Prävention bei mittelständischen Unternehmen“, 2014
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Kolping Berufsförderungszentrum, Gewinner des Felix Burda Awards, 2013
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Krebs- Vorbeugen und rechtzeitig erkennen, Rewe Group, 2013
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E.on Betriebskrankenkasse, Gewinner des Felix Burda Awards 2002 und 2009
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EADS Deutschland GmbH, Gewinner des Felix Burda Award in der Kategorie Prevention at Work, 2008
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Darmkrebsprävention bei der Firma Klaus Kuhn Edelstahlgiesserei
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BASF, Gewinner des Felix Burda Awards, 2006
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Zur Übersicht ausgewählter Informationen und Wissensinhalte

Ziele des nationalen Krebsplans, Bundesministerium für Gesundheit, 2016
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Krebsprävention im Betrieb, Flyer, Krebsgesellschaft NRW, 2015
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Flyer und Plakate zur Betrieblichen Darmkrebsvorsorge, Felix-Burda-Siftung, 2015
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Risiken vermeiden – Krebs vorbeugen: Welche Krebsauslöser sind bekannt? Krebsinformationsdienst, 2015
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Die Kosten des Rauchens, Deutsches Krebsforschungszentrum, 2015
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Arbeitsmedizin: AKW-Angestellte sterben etwas häufiger an Krebs, Ärzteblatt, 2015
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Früherkennung und Vorsorgeleistungen der GVK, Bundesministerium für Gesundheit, 2015
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5 am Tag – Unternehmen in Aktion, Gesunde Ernährung, 2015
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Informationsveranstaltungen zur Krebsprävention im Betrieb, Praxis, Krebsgesellschaft NRW, 2014
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Hilfen für Krebspatienten bei der Rückkehr an den Arbeitsplatz, Broschüre, Roche
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Umweltgifte als Krebsrisiko: Schadstoffe in Lebensmitteln, Haushalt, Arbeit und Umwelt , Krebsinformationsdienst, 2014
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Handlungsleitfaden zur Betrieblichen Wiedereingliederung zum Download, Deutsche Rentenversicherung
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Arbeitsmediziner und Betriebsärzte als Lotsen zwischen Prävention, Kuration und Rehabilitation, Krebsnachrichten, 2014
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Ratgeber Krebs – Allgemeine Informationen
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Präventionsmaterial zur Betrieblichen Gesundheitsförderung, Deutsche Krebshilfe
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Berufliche Exposition mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen und Larynxkarzinom, baua, 2014
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Betriebliche Prävention vor Darmkrebs, Felix-Burda-Stiftung
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Musteranschreiben für die Mitarbeiter zum Thema Darmkrebsvorsorge, Felix-Burda-Stiftung
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Firmentypisierungen Leukämie, Stefan-Morsch-Stiftung
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FAQs zu Tätigkeiten mit Nanomaterialien, Arbeitshilfen für Betriebsärzte, DGVU
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Lösungsmittel verursacht Leberkrebs, Ärztezeitung, 2013
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Hautkrebs durch UV-Strahlungsexposition: Eine Hilfestellung für die UV-Träger, DGUV, SVLFG, 2013
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Harnblasenkrebs als Berufskrankheit, Arbeitsmedizinische Begutachtung nach Exposition gegenüber aromatischen Aminen, IPA Journal, 2013
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Berufliche Wiedereingliederung nach onkologischer Rehabilitation, Vortrag PD Dr . Anja Mehnert, 2012
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Liste der Berufskrankheiten, Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin DGAUM e.V.
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Die Rolle der Betriebs- und Werksärzte zur Förderung der Inanspruchnahme der Krebsfrüherkennung, Dr. Uwe Gerecke, VDBW e.V.
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Krebs – Möglichkeiten der Früherkennung, Krebsinformationsdienst
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Krebsforschung – Obst und Gemüse schützen, UGB, Dr.med. Seebauer
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Krebs und Psyche: Mut zum Überleben, Interview mit Prof. Dr. Volker Tschuschke, 2011
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Studie: Ernährung, körperliche Aktivität und Krebsprävention: Eine globale Perpektive, World Cancer Research Fund, 2007
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Flyer für Arbeitgeber – Frucht@Arbeitsplatz, Initiative 5am Tag, Bundesgesundheitsministerium
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Wann wird Krebsrisiko als Gefahr bewertet?, baua
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Akzeptabilität von Gesundheitsrisiken am Arbeitsplatz: Ein neues Konzept zur Bewertung von Risiken durch krebserzeugende Stoffe, baua, 2010
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Schichtarbeit und Krebs, Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der DGU & Institut der Ruhr-Universität Bochum, 2009
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