Psychische Gesundheit und Entspannung

armin-lutzÜber die Bedeutung psychischer Gesundheit und Entspannung

Gesundheit wird von der Weltgesundheitsorganisation WHO als „ein Zustand vollständigen physischen, geistigen und sozialen Wohlbefindens“ definiert; körperliches und psychisches Wohlbefinden sind demnach nicht voneinander trennbar. Psychische Gesundheit ist die Kraft, die es einem Individuum ermöglicht, seine vollen Fähigkeiten auszuschöpfen und einen sinnvollen Beitrag zur Gemeinschaft (Familie, soziale Beziehungen, Beruf) zu leisten.

Im Idealfall fühlt sich ein Mensch wertgeschätzt, hat eine positive Einstellung zum Leben und das Vertrauen, die Herausforderungen des Alltags meistern und innere wie äußere Krisen überstehen zu können. Zustände von Anspannung und Entspannung sind in einem relativen Gleichgewicht;  dem gesunden Menschen stehen nach Phasen der Belastung ausreichende Ressourcen zur Verfügung, die ihn regenerieren lassen.

Basiswissen zur betrieblichen Gesundheitsförderung

Aufgrund von Schamgefühlen und Ängsten, seinen Arbeitsplatz oder Status zu verlieren, werden Symptome im psychoemotionalen Bereich noch immer tabuisiert und oft erst dann kommuniziert, wenn es für Prävention längst zu spät ist. Nach einer längeren Zeit der Überlastung kommt es nicht selten zur völligen Erschöpfung, welche den Stillstand aller Aktivitäten inklusive einem sofortigen Arbeitsrückzug notwendig macht: Der Mitarbeiter fällt auf unbestimmte Zeit aus. Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken, ist jeder Arbeitgeber in Deutschland unabhängig von der Unternehmensgröße gesetzlich dazu verpflichtet, eine psychische Gefährdungsbeurteilung durchzuführen (§5 ArbSchG).

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Die Anzahl derer, die von Burn-Out-Syndromen, Depressionen, Angsterkrankungen oder Schlafstörungen betroffen sind, steigt stetig: Im Jahr 2012 wurden bundesweit 60 Millionen Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund psychischer Erkrankungen registriert (Bundesministerium für Arbeit und Soziales, 2013). Psychische Erkrankungen sind die zweithäufigste Diagnosegruppe bei Arbeitsunfähigkeit. Sie dauern mit 40,1 Tagen dreimal so lange wie andere Erkrankungen (BKK Gesundheitsreport, 2014). Die direkten Krankheitskosten für psychische Erkrankungen betragen rund 16 Milliarden Euro pro Jahr und werden sich bis zum Jahr 2030 auf geschätzte 32 Milliarden Euro verdoppeln (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, 2011).

Betriebliche Gesundheitsförderung konkret

Beispiele für gesundheitsförderliche Maßnahmen im Bereich psychische Gesundheit und Entspannung sind:

  • Durchführung einer psychischen Gefährdungsbeurteilung (Gesetzliche Vorgabe)
  • Bereitstellung von Informationsmaterialien
  • Aktions- und Gesundheitstage, z.B. zur Burn-Out-Prävention
  • Einsatz von EAP / externer Mitarbeiterberatung
  • Angebote zur Stressprävention
  • Meditations- oder Yogakurse
  • Digitale Entspannungsangebote
  • Arbeitsmedizinische Beratung durch Betriebsärzte
  • Wertschätzendes Betriebsklima
  • Vermeidung von Überbelastungen
  • Angebote zur Suchtprävention

Weiterführende Informationen, Studien, Handlungshilfen und Best Practice – Beispiele erhalten Sie in folgenden Kategorien:


Best Practice-Beispiele und Inspirationen zur Entwicklung Ihres BGMs

Psychische Gefährdungsanalyse im Kindergarten – ein Kooperationsprojekt der Katholischen Gesamtkirchengemeinde Friedrichshafen und der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER (Dr. Raimund Reik, Ulrike Weiß, BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER/Katholische Gesamtkirchengemeinde Friedrichshafen, 2014)
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Der BBB-Stressmonitor – Vorsorge und erste Hilfe auf breiter Ebene –  Ein Ansatz zur Burn-out-Prävention im öffentlichen Dienst (Anette Egle, Juliane Dannert, medicaltex GmbH, 2014)
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Entspannt zur Mitarbeitergesundheit – Stressabbau ist Teil des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (Jost Sagasser, brainLight GmbH, 2014)
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Gefährdungsbeurteilung – aber richtig. Aktiv gegen psychische Belastungen am Arbeitsplatz (Dipl.-Psych. Kerstin Reviol, TÜV SÜD Life Service GmbH, 2013)
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Alles im grünen Bereich (Thorsten Grießer, vitaliberty GmbH, 2013)
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Warum Unternehmen Stresskompetenz erlernen müssen (Horst Kraemer, Brainjoin Deutschland AG, 2013)
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Aktuelle Studien belegen Wirksamkeit von audio-visuellen- Entspannungssystemen (Jost Sagasser, brainLight GmbH, 2013)
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Gesunde Mitarbeiter – gesunde Bilanzen: Die brainLight GmbH bietet Lösungen zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement (Jost Sagasser, brainLight GmbH, 2012)
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Alles im Lot? Psychische Belastungen gezielt vermindern (Karin Goldstein, Commerzbank AG, 2011)
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Psychische Belastungen und BGM: Bedeutung der psychischen Gefährdungsbeurteilung und ihrer Instrumente (Prof. Dr. med. Thomas Weber, Dr. Horst. Schmidt Klinik GmbH Wiesbaden, 2011)
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Mittelständische Unternehmen unterschätzen psychische Belastungen am Arbeitsplatz (Gabriele Sommer, TÜV SÜD Life Service GmbH, 2011)
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Gefährdungsanalyse in der NRW.BANK: Gesundheitliche Rahmenbedingungen der Arbeit (RADAR). (Peter Schröder, Christine Karwath, NRW.BANK, 2011)
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Zur Übersicht ausgewählter Informationen und Wissensinhalte

Wissenschaftliche Evaluierung des onlinegestützten Mentale Fitness-Check der danova GmbH, 2017
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Techniker Krankenkasse Stressstudie „Bleib locker, Deutschland“, 2016
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eLearning Tool zur Förderung Ihrer psychischen Gesundheit, psyGA, 2015
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Aktuelle Zahlen und Fakten zum Thema Burnout und Depression, Das Statistik Portal
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Faktenblatt BKK Gesundheitsatlas – Blickpunkt Psyche, BKK, 2015
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Einfluss psychischer Belastungen am Arbeitsplatz auf das Neuroenhancement – Empirische Untersuchungen an Erwerbstätigen, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, 2015
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Zu viele Pillen gegen Stress im Job –  Pressemeldung DAK 2014
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Stress und Gesundheit am Arbeitsplatz – Die Bedeutung von Wertschätzung und Kränkung,  Dr. Norbert K. Semmer, Vortrag 2014
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Kundenkonflikte als psychische Belastung, UKBW, 2014
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Psychische Gesundheit im Betrieb, Arbeitsmedizinische Empfehlung, Bundesministerium für Arbeit und Soziales, 2013
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Depression – Ein Leitfaden für Arbeitnehmer/innen und Arbeitgeber/innen, European Depression Association EDA, 2013
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Kostenloser Praxisordner für Führungskräfte – Kein Stress mit dem Stress: Lösungen und Tipps für Führungskräfte und Unternehmen, psyGA, 2013
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Effekte betrieblicher Intervention zur Stressreduktion auf das Wohlbefinden – Ein metaanalytischer Review, Andrea Pieter, Gabriele Wolf, Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement, Saarbrücken, 2013
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Leitfaden: Stress und psychosoziale Risiken bei der Arbeit managen, Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz EU-OSHA, 2013
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Studie zu Arbeitsunfähigkeitstagen aufgrund Psychischer Erkrankungen und Burnout, Bundespsychotherapeutenkammer BPtK, 2012
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Integration der psychischen Belastungen in die Gefährdungsbeurteilung, Handlungshilfe, Initiative Neue Qualität der Arbeit INQA, 2012
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Stressreport 2012 – Psychische Anforderungen, Ressourcen und Befinden, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, 2012
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Tipps zum Umgang mit Arbeitsunterbrechungen und Multitasking, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, 2012
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Depression und Volkswirtschaft, Allianzreport, 2011
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Über Veränderungen der Gehirnstruktur und des Stressempfindens durch Meditation, Massachusetts General Hospital MGH, 2011
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Mit psychisch beanspruchten Mitarbeitern umgehen – Leitfaden für Führungskräfte, Deutsche Gesellschaft für Personalführung e.V., 2011
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Handlungshilfe: Konfliktlösung am Arbeitsplatz, Prävention bei Mobbing, Handbuch für Führungskräfte, Landesinsitut für Gesundheit und Arbeit NRW, 2010
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Burnout erkennen, verstehen, bekämpfen – Informationen für Führungskräfte, VBG, 2010
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Die psychologischen Auswirkungen des Yoga und des Autogenen Trainings am Beispiel Daimler Chrysler, Diplomarbeit Steffen Brandt, 2004
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Selbsttest für Führungskräfte, psyGA
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