Betriebliches Eingliederungsmanagement

Was versteht man unter betrieblichem Eingliederungsmanagement?

Unter betrieblichem Eingliederungsmanagement (BEM) versteht man einen strukturierten Prozess, der darauf abzielt, den Arbeitsplatz eines länger erkrankten Mitarbeiters zu erhalten und seiner zukünftigen Arbeitsunfähigkeit präventiv entgegen zu wirken. Arbeitergeber sind seit 2004 gesetzlich dazu verpflichtet (SGB IX § 84), ihren Beschäftigten ein BEM anzubieten, wenn diese innerhalb eines Jahreszeitraums länger als sechs Wochen arbeitsunfähig sind.

Das BEM wurde vom Bundesarbeitsgericht als „rechtlich regulierter Suchprozess, der individuell angepasste Lösungen zur Vermeidung zukünftiger Arbeitsunfähigkeit ermitteln soll“, definiert. Zielsetzung ist es, „festzustellen, aufgrund welcher gesundheitlicher Einschränkungen es zu bisherigen Ausfallzeiten gekommen ist und ob Möglichkeiten bestehen, sie durch bestimmte Veränderungen künftig zu verringern, um so eine Kündigung zu vermeiden.“ (BAG 10.12.2009, 2 AZR 400/08).

Basiswissen zur betrieblichen Gesundheitsförderung

Betriebliches Eingliederungsmanagement umfasst alle notwendigen Maßnahmen zur dauerhaften Integration eines erkrankten oder behinderten Beschäftigten im Unternehmen. Art und Umfang der Eingliederung sind individuell verschieden und hängen unter anderem vom Gesundheitszustand, der Art der Erkrankung, dem Grad der Rehabilitation sowie der Unternehmensgröße und -struktur ab.

Zentrale Fragen im BEM sind, ob ein Arbeitnehmer seine bisherige Tätigkeit noch ausführen kann, ob es Veränderungen hinsichtlich Arbeitsort, Arbeitsplatz oder Arbeitszeit geben muss, aber auch, ob es finanzielle Unterstützung zur Eingliederung gibt und welche Kostenträger dafür zuständig sind. Zur Umsetzung des BEMs ist der Betriebs- oder Personalrat und ggf. die Schwerbehindertenvertretung einzubinden. Eine Zusammenarbeit mit Rehabilitationsträgern und Integrationsämtern ist möglich. Grundsätzlich unterliegt es der Freiwilligkeit des Mitarbeiters, einem BEM zuzustimmen.

Weiterführende Informationen und Hilfestellungen erhalten Sie in folgenden Kategorien:


Best Practice-Beispiele und Inspirationen zur Entwicklung Ihres BGMs


Zur Übersicht ausgewählter Informationen und Wissensinhalte

Checkliste zur Einführung eines BEM, Eine Arbeitshilfe der AOK
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Schritt für Schritt zurück in den Job – Betriebliche Eingliederung nach längerer Krankheit, Bundesministerium für Arbeit und Soziales, 2014
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Leitfaden zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement – Praxishilfe für die Beratung der UV-Träger in den Betrieben, DGUV, 2014
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Wissenswertes zum BEM: Gesetzgebung, Ziele, Umsetzung, Best Practices, RKW-Arbeitskreis „Gesundheit im Betrieb“
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Neue Wege im BEM – DGB Bildungswerk, 2013
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Broschüre zum Eingliederungsmanagement, Landwirtschaftsverlag GmbH, 2013
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Wertvolle Links und Handlungshilfen zum BEM, talentplus, Das Portal zu Arbeitsleben und Behinderung
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Betriebliches Eingliederungsmanagement – Praxisleitfaden, BGW, 2013
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Wiedereingliederung – Leitfaden für Betriebsärzte und Personalverantwortliche, Verband Deutscher Betriebsärzte und Werksärzte e.V. (s.a.)
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