Arbeitsschutz und Unfallprävention

Was versteht man unter „Arbeitsschutz“?

Unter Arbeitsschutz werden die Maßnahmen zusammengefasst, die Beschäftigte vor berufsbedingten Erkrankungen, Gesundheitsgefahren sowie Arbeitsunfällen schützen. Der Arbeitsschutz wird durch das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) reguliert, welches verpflichtend für jeden Arbeitgeber ist.

Basiswissen zur betrieblichen Gesundheitsförderung

Durch den Ausbau arbeitsmedizinischer Interventionen ist die Arbeitsunfallquote von 1995 (über 50%) bis zum Jahr 2013 auf rund 24% gesunken (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, 2013).  Die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle lag 1995 noch bei rund 1300; im Jahr 2013 verloren rund 500 Menschen ihr Leben bei einem Arbeitsunfall (DGUV, 2013).  Die Anzahl der Arbeitsunfallrenten ist ebenfalls seit 1995 (rund 46.500) rückläufig und lag 2013 bei rund 16.750. Im Jahr 2013 wurden rund 75000 Verdachtsfälle auf Berufskrankheiten angezeigt, wovon circa 16.500 anerkannt wurden (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, 2013).

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Die Arbeitsmedizin ist die Wurzel des betrieblichen Gesundheitsmanagements und die Basis für Gesundheit und Leistungsfähigkeit eines Mitarbeiters. Wichtige Gesetze, die die Inhalte und Strukturen arbeitsmedizinischer Interventionen regulieren, sind:

  • Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV)
  • Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV)
  • Gefahrstoffverordnung (GefStoffV)
  • Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV)
  • Bildschirmarbeitsverordnung (BildscharbV)
  • Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG)
  • Unfallverhütungsvorschriften der gesetzlichen Unfallversicherungsträger (DGUV V1 / V2)
  • Biostoffverordnung (BioStoffV)
  • Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung (LärmVibrationsArbSchV)
  • Lastenhandhabungsverordnung  (LasthandhabV)
  • PSA-Benutzungsverordnung (PSA-BV)


Betriebliche Gesundheitsförderung konkret

Folgende Maßnahmen sind im Bereich Arbeitsschutz zielführend:

  • Schulung arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren
  • Prophylaxe krankheitsauslösender Schadstoffe
  • allgemeinärztliche Diagnostik
  • Gesundheitsrisikoanalysen
  • Schutzimpfungen
  • Beratungsangebote
  • Allgemeine Präventionsmaßnahmen
  • Ergonomische Analyse und Optimierung der Arbeitsplatzgestaltung
  • Wiedereingliederung chronisch kranker Personen
  • Zusammenarbeit mit Berufsgenossenschaften und Versicherungsträgern
  • Vorsorgeuntersuchungen ( z.B. Darmkrebsfrüherkennungen oder Venenchecks)

Detaillierte Informationen, Verlinkungen zu Versicherungsträgern, Leitfäden und Best Practice Beispielen erhalten Sie in diesen beiden Kategorien:


Best Practice-Beispiele und Inspirationen zur Entwicklung Ihres BGMs

Ein „Gesunder Arbeitsplatz“ ist ein wichtiger Teil eines jeden effektiven Gesundheitsmanagements: Zeigen Sie Erkältungen die kalte Schulter! (Ulrike Neideck, Uschi Ferry, Kimberly-Clark Professional*/Ferry-PR, 2014)
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Wie eine bessere Einbindung von Betriebsärzten in das Gesundheitsversorgungssystem die Gesundheit fördert und die Behandlungsqualität verbessern kann (Detlef Hollmann, Bertelsmann Stiftung, Gütersloh, 2013)
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Arbeitsfähigkeit für München: Kommunaler Erfolg mit internationalem Konzept (Sabine Can, Dr. Christoph Schindler, Landeshauptstadt München, 2013)
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Warum es sich lohnt, mit einfachen Maßnahmen einen „gesunden Arbeitsplatz“ zu gestalten und wie dies ein modernes Betriebliches Gesundheitsmanagement unterstützen kann? (Ulrike Neideck, Uschi Ferry, Kimberly-Clark Professional/Ferry-PR, 2013)
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Gesunde Mitarbeiter durch Schutz und Sicherheit: Herausforderungen und Gewinne für kleine und mittlere Unternehmen (Markus Dornseif, Dornseif, 2012)
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Zur Übersicht ausgewählter Informationen und Wissensinhalte

Gut vorbereitet für den Ernstfall: Mit traumatischen Ereignissen im Betrieb umgehen, DGUV, 2015
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Erste Hilfe im Betrieb, DGUV, 2015
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Liste der Berufskrankheiten, Flyer, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, 2015
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Aufbewahrungsfristen im Arbeitsschutz, Udo Burkhard, 2015
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Sicherheit bei Veranstaltungen – Leitfaden für Theater, Film, Hörfunk, Fernsehen, Konzerte, Shows, Events, Messen und Aussstellungen, VBG, 2015
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Nadelstichverletzungen – Was tun, wenn es passiert? Informationen zur Arbeitssicherheit, Deutsches Rotes Kreuz, 2015
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Grenzwertliste 2015 – Sicherheits- und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz, DGUV, 2015
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Kenntnisstand von Unternehmen und Beschäftigten auf dem Gebiet des Arbeits- und Gesundheitsschutzes in KMU, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, 2014
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Handlungsleitfaden zur Prävention von Übergriffen in öffentlichen Einrichtungen, UKBW, 2014
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Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge ArbMedVV, Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Stand 2014
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Sifa Langzeitstudie, Tätigkeiten und Wirksamkeit der Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung, 2013
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Tonerstaub am Arbeitsplatz – Das sollten Sie zum sicheren Umgang wissen, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, 2012
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Lärmwirkungen: Gehör, Gesundheit, Leistung, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, 2004
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Infomaterialien, Arbeitshilfen, Vorschriften und Formulare zum Thema Sicherheit und Gesundheitsschutz für das Baugewerbe, BG Bau
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Maßnahmen zum Infektionsschutz durch Hygiene – „Wir gegen Viren“, Robert-Koch-Institut, BZgA
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