Implementierung einer kontinuierlichen Gefährdungsbeurteilung – Fallstudie

Fallstudie aus der Versicherungsbranche

 

Das Ziel: Einführung regelmäßiger Prozesse

Ein großes deutsches Versicherungshaus stand vor der Herausforderung, für das – eher dezentral strukturierte – Unternehmen ein adäquates Vorgehen zur Gefährdungsbeurteilung am Arbeitsplatz zu entwickeln und so den rechtlichen Vorgaben und den damit einhergehenden Pflichten als Arbeitgeber gerecht zu werden. Im Zuge dessen wurden zum einen regelmäßige Mitarbeiterversammlungen zum Thema „Gesundheit am Arbeitsplatz“ eingeführt, zum anderen sollten mögliche Belastungen im Arbeitsalltag durch regelmäßige Mitarbeiterbefragungen in den einzelnen Bereichen erfasst werden, um entsprechende Maßnahmen ableiten zu können. Mit der Durchführung dieser Mitarbeiterbefragungen und der Analyse der Ergebnisse beauftragte das Unternehmen die Rogator AG, womit eine langjährige Zusammenarbeit fortgeführt wird, die bereits zuvor gepflegt wurde. Im Rahmen dieser nun schon 5jährigen Kooperation haben wir – neben anderen Themen – über 20 Einzelprojekte zur Messung der Belastungen am Arbeitsplatz erfolgreich gemeinsam durchgeführt.

Der Weg: Einheitlicher Fragebogen für alle Bereiche

Gemeinsam mit unserem Kunden wurde zu Beginn der Zusammenarbeit ein Fragebogeninstrument entwickelt, welches alle erforderlichen Dimensionen zu möglichen Belastungen am Arbeitsplatz gemäß den Vorgaben und darüber hinaus weitere relevante Themengebiete abdeckt. Konkret sind dies u.a. die Dimensionen:

  • Organisation/Kommunikation
  • Arbeitsumgebung
  • Arbeitszeit
  • Soziale Beziehungen
  • Externer Kontakt
  • Arbeitsinhalte
  • Technische Ausstattung
  • Entwicklungsmöglichkeiten

Um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten, wird dieser Fragebogen für alle Abteilungen in gleicher Form verwendet, wobei Ergänzungen oder Anpassungen an abteilungsspezifische Gegebenheiten jederzeit möglich sind. Die Programmierung und Durchführung der Umfrage erfolgt über das bewährte Befragungs-Tool G3plus. Vor dem Start einer jeden Befragung wird diese seitens des Kunden bzw. des betreffenden Unternehmensbereiches auf den jeweiligen Gesundheitsveranstaltungen angekündigt. Anschließend werden von Rogator die Einladungen zur Online-Befragung per E-Mail an die Mitarbeiter versendet. Die Teilnehmer haben dann in der Regel zwei bis drei Wochen Zeit, um die Befragung abzuschließen.

Die Durchführung und Auswertung: Hohe Teilnahmemotivation

Die Teilnahmebereitschaft der Mitarbeiter ist seit Beginn der Befragungen und bis heute erfreulich hoch. Im Schnitt erreichten wir in den bisher durchgeführten Abteilungsbefragungen eine Rücklaufquote von rund 70% – und dies ohne den Einsatz von Erinnerungs-Mails. Dies spricht dafür, dass die Befragung nicht nur akzeptiert wird, sondern dass die Mitarbeiter die Sinnhaftigkeit und den positiven Nutzen erkennen und daher gerne ihre Einschätzungen und Erfahrungen teilen. Nach Abschluss der jeweiligen Befragungswelle erhält unser Kunde für die betreffende Abteilung sowohl die offenen Antworten (anonymisiert) als auch einen Tabellenband sowie die Darstellung der Ergebnisse in einer Power-Point-Präsentation.
Sofern möglich, werden in den Tabellen und den Ergebnisberichten auch die Ergebnisse von Untergruppen wie Standort, Team, Gruppe oder ähnliches ausgewertet. Dies erfolgt jedoch nur, falls die Anonymitätsschwelle von mindestens sechs Personen erreicht wurde und auch durch Differenzprüfung kein Rückschluss auf Personengruppen von weniger als sechs Teilnehmern möglich ist.

Key Learnings

  1. Über regelmäßige Gefährdungsanalysen können belastende Faktoren identifiziert werden, die unternehmensweit als kritisch eingestuft werden. Damit hat das Unternehmen die Möglichkeit, potenziell belastende Arbeitsumstände strukturell anzugehen und entsprechende Maßnahmen in die Wege zu leiten.
  2. In einer heterogenen Unternehmensstruktur ist eine Gefährdungsbeurteilung auf Abteilungs- oder Bereichsebene unter Umständen zielführender als eine Totalerhebung im gesamten Unternehmen. Belastende Faktoren (wie etwa räumliche Gegebenheiten) können in verschiedenen Abteilungen oder Standorten sehr unterschiedlich ausfallen und so konkret vor Ort aufgedeckt und behoben werden.
  3. Durch die Einbettung der Mitarbeiterbefragungen in einen Prozess (definierte Verantwortliche pro Abteilung, regelmäßige Workshops/ Versammlungen zum Thema Gesundheit am Arbeitsplatz, Kommunikation der Ergebnisse) können sehr gute Rücklaufquoten erzielt werden.

 

Mehr dazu: https://www.rogator.de/

 

0 Kommentare

Antwort hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

NEWSLETTER

CHN Newsletter

Tragen Sie sich jetzt in den Newsletter des Corporate Health Netzwerkes ein!

Herr Frau
Sende...
NETZWERKTREFFEN

©2014-2019 Corporate Health Netzwerk

Einloggen

Details vergessen?