Gemeinsam zum Ziel! BGM Netzwerktreffen in Hamburg

Am 25. April 2017 diskutierten Gesundheitsexperten im Rahmen der PERSONAL Nord die Perspektiven des BGM.

Das Corporate Health Netzwerk, Plattform für betriebliches Gesundheitsmanagement, lud zu Austausch und Diskussion über aktuelle Herausforderungen des BGM in Deutschland ein. Die Wichtigkeit und den Nutzen von BGM-Maßnahmen müssen alle im Betrieb erkennen, damit diese wirksam sind – Die Führungsebene muss ebenso „mitspielen“ wie der einzelne Mitarbeiter, der davon profitieren soll, so das Fazit des Tages.

Hamburg, 02.Mai 2017. Fleur Glaner, Fachbereichsleiterin Unternehmensservice der Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW), betonte gleich zu Beginn der Veranstaltung, wie wichtig eine generelle „Kultur des gesundheitsförderlichen Umgangs“ in Unternehmen für das Gelingen von BGM-Maßnahmen sei. Auch laut Matthias Vette, Geschäftsführer der just ME GmbH, müsse zunächst an die mentale Haltung und Motivation des Mitarbeiters appelliert werden, da sich nur so Veränderungen im Verhalten einstellen könnten. Die Führungsetage dahingegen sei nur durch eindeutige Kennzahlen zu überzeugen, wie Jan Schaller, Research Analyst bei EuPD Research Sustainable Management GmbH, veranschaulichte.

Wo ein Wille, da ist auch ein Weg? – Erste Schritte ins betriebliche Gesundheitsmanagement

Dass Arbeitgeber in der Pflicht stehen, sich um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu sorgen, stand für  Dieter Pietsch außer Frage. Der Diplom Sozialpädagoge der BG ELIM, sprach über Sucht im Betrieb. Er erinnerte an die gesetzliche Fürsorgepflicht des Arbeitgebers, der „niemanden mit Arbeit betrauen darf, der nicht in der Lage ist, diese ohne Gefahr für sich und andere auszuführen“. Doch wo kann sich der Arbeitgeber informieren und Unterstützung bei der Implementierung seines BGM erhalten? Jirko Kampa, Gründer und Geschäftsführer der wheasy UG, präsentierte seine Lösung in Form von branchenspezifischen Gesundheitsnetzwerken. Diese sollen vor allem kleinen und mittelständischen Unternehmen den Zugang zum Know-How einer gleichgesinnten Gemeinschaft bieten. Chris Bell, Geschäftsführer der SHENTI SPORTS Group GmbH, stellte im Anschluss sein FitMit5-Fitnessprogramm vor. Unter dem Motto „Sitzen ist das neue Rauchen“, präsentierte er, wie bereits mit geringem Aufwand, aktiv etwas für die Prävention getan werden kann.

Betriebliches Gesundheitsmanagement beginnt im Kopf 

Joachim Gutmann, Chefredakteur der health@work, führte mit seiner Moderation durch den Tag. Während der abschließenden Podiumsdiskussion brachte er die Referenten in einen regen Austausch miteinander sowie mit dem Publikum.

Die Verankerung von BGM im Gesetz hat zu einem Umdenken in den Betrieben gesorgt, so lautete Gutmanns erste These. Jirko Kampa erklärte, dass erst die Unterstützung durch die Krankenkassen BGM in die Köpfe der Führungskräfte gebracht hat. Doch wie könnte man auch Mitarbeiter zu einem gesünderen Verhalten animieren, die sich dem eher verschlossen zeigen? Dieter Pietsch betonte auch hier wieder die Bedeutung des Vorbildcharakters durch die Vorgesetzten. Auch müssten die Mitarbeiter nach ihren Bedürfnissen gefragt werden, damit sie sich den Maßnahmen gegenüber im Nachhinein offen zeigten, so Kampa.

Cordula Gierg, Leiterin Sozialpolitik Betriebliches Gesundheitsmanagement bei der DAK-Gesundheit, warf ein, dass sich die Personalabteilungen nicht auf die Krankenzahlen ihres Unternehmens versteifen, sondern sich vor allem der Vorsorge für ihre gesunden Mitarbeiter widmen sollten. Fleur Glaner klar sprach sich dagegen klar dafür aus, dass erkrankte Mitarbeiter nicht vergessen werden dürften und dass der Arbeitgeber nach den Ursachen der Erkrankung forschen und sicherstellen müsse, dass diese beseitigt werden.

Joachim Gutmanns schloss die Podiumsdiskussion mit der Frage, ob BGM denn notwendigerweise mit harten und weichen Kennzahlen beobachtbar gemacht werden müsse. Jan Schaller entgegnete darauf, dass unsere Realität auf Wirtschaftlichkeit basiere und nur Kennzahlen einen Arbeitgeber wirklich dazu motivieren könnten Geld in BGM zu investieren. “Nichtsdestotrotz sind auch motivierende Faktoren, wie ein Imagewechsel, oder auch positives Feedback durch die eigenen Mitarbeiter nach wie vor Beweggründe, das betriebliche Gesundheitsmanagement zu fördern“, resümierte Jan Schaller.

Das Corporate Health Netzwerk

Als Online-Plattform bietet das Corporate Health Netzwerk kostenlosen Zugang zu einem umfassenden Leistungsportfolio rund um das Thema betriebliches Gesundheits-management. Besucher der Webseite finden sowohl wissenschaftliche und praxisnahe Informationen unter “BGM WISSEN“, als auch aktuelle Beiträge im “BGM BLOG“. Über “BGM AKTIV“ ist es Unternehmen zum einen möglich, ihren Bedarf an BGM Maßnahmen auszuschreiben. Zum anderen können sie auf eine zentrale Dienstleisterdatenbank zugreifen und den für sie passenden Anbieter auswählen. Außerdem veranstaltet das Corporate Health Netzwerk unter der Rubrik “BGM EVENTS“ über das ganze Jahr hinweg BGM Netzwerktreffen zu verschiedenen Fachthemen.

Informationen zu den BGM Netzwerktreffen finden Sie unter
https://www.corporate-health-netzwerk.de/termine.

Näheres zum Corporate Health Netzwerk finden Sie auf
www.corporate-health-netzwerk.de und auf XING unter
https://www.xing.com/communities/groups/corporate-health-netzwerk-d890-1089163.


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