Wie man gute Vorsätze erfolgreich umsetzt oder „Stress beginnt im Kopf“

lucky-clover-1933008_1280Silvesterabend: die Stimmung ist gut, wir lachen mit unserer Familie und unseren Freunden, die Korken knallen, wir sind übermütig und haben unendlich viel Motivation. Im nächsten Jahr wird alles besser! Gesund ernähren und 10 Kilo abnehmen, kein Problem. Aufhören zu rauchen, logisch, jetzt oder nie! Nicht mehr so viele Überstunden machen und mehr Zeit mit der Familie verbringen, ja sicher, mit wem denn sonst? Das neue Jahr liegt vor uns wie ein unbeschriebenes Blatt, alle Möglichkeiten scheinen nicht nur zum Greifen nah, sondern auch kinderleicht umsetzbar zu sein. Häufig hat sich bereits während der faulen und genussreichen Dezemberfeiertage irgendwo im Hinterkopf das schlechte Gewissen gemeldet, das Sätze geflüstert hat wie: du hast dich im letzten Jahr eigentlich auch ganz schön gehen lassen, du hast ein paar Kilos zugenommen, du hast schon wieder keinen Sport gemacht, du rauchst immer noch zu viel. Und eigentlich war es ohnehin ein ziemlich anstrengendes Jahr mit dem ganzen Stress im Job und auch privat. Wäre dieser Stress nicht gewesen, hätte es bestimmt schon längst geklappt mit der gesunden Ernährung, der sportlichen Betätigung, dem Nichtrauchen… oder?

Auch wenn es gelegentlich Menschen gibt, bei denen es wunderbar zu funktionieren scheint: Neujahrsvorsätze sind in der Regel wenig erfolgversprechend. Veränderungsprozesse sind dann erfolgreich, wenn die Motivation von innen kommt.  Die Entwicklung von intrinsischer Motivation gestaltet sich jedoch sehr individuell und ist nicht an äußeren Kalendertagen festzumachen. Im Spannungsfeld zwischen verschiedenen Bedürfnissen und selbst auferlegten Verboten kommt es häufig sogar zu einem größeren Stressempfinden, so dass die meisten guten Vorsätze schon im Januar oder Februar frustriert über Bord geworfen werden.

Wenn man Menschen befragt, warum sie es nicht schaffen, besser für sich zu sorgen, gesünder zu essen, sich Zeit für Bewegung zu nehmen, für tägliche Entspannung zu sorgen, auf Süßigkeiten im Büro oder den Alkohol am Abend zu verzichten, steht auf der Liste dieser Gründe Stress an erster Stelle. Es ist paradox, denn gerade solche Maßnahmen wären ja prädestiniert dafür, weniger Stress zu empfinden oder ihm zumindest gelassener begegnen zu können. Dennoch scheinen stressige Gedanken und Gefühle zuverlässig das zu verhindern, was man im Positiven doch so gerne umsetzen will.

Der Begriff „Stress“ ist als Modewort in aller Munde und scheint so etwas wie ein Fluch der Moderne zu sein, eine Begleiterscheinung der Digitalisierung, eine Nebenwirkung medialer Berieselung. Dabei haben die Meisten von uns (zumindest in diesem Land) heute objektiv betrachtet deutlich weniger Stress als früher: keine anstrengende Nahrungssuche, keine Angst nachts vom Säbelzahntiger gefressen zu werden, fliessend heißes Wasser, gute hygienische Bedingungen, eine Vielzahl bequemer Verkehrsmittel, gesetzlich geregelte Urlaubstage, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall – die Liste ist endlos. Ist doch eigentlich ganz entspannend, oder? Trotzdem steigt die Anzahl derer, die von psychischen Erschöpfungssyndromen betroffen sind, von Jahr zu Jahr. Wie ist das bei all den Annehmlichkeiten der zivilisierten Welt überhaupt möglich? Kann es sein, dass wir auf die Reize der Moderne mit genau dem gleichen Stressempfinden reagieren wie damals bei der Flucht vor dem Mammut?

Um den Mechanismus stressbedingter Erkrankungen zu durchbrechen, ist es zunächst wichtig zu verstehen, was Stress eigentlich ist, wie er entsteht und was auf der körperlichen Ebene vor sich geht. Hierzu gibt es ein gut verständliches Video von unserem Kompetenzparter just ME. Die Experten von just ME haben das erste nach §20 SGB V zertifizierte Online Mentaltraining entwickelt, das folglich als Präventionsmaßnahme zur Erstattung durch die Krankenkassen fähig ist.

Der Mentaltrainer und Stresstherapeut Matthias Vette, der das 12- wöchige Online Mentaltraining von just ME maßgeblich entwickelt hat, hat im Rahmen des letzten Netzwerktreffens am 01.12.2016 in Freiburg einen spannenden Vortrag zu aktuellen Erkenntnissen aus den Bereichen Neurobiologie und Hirnforschung gestaltet. Eine Kernaussage ist, dass Stress im Kopf entsteht – Gelassenheit aber auch! Der Körper reagiert auf jeden Gedanken, der in unserem Gedankenkarussel entsteht. Über hormonelle Regelkreise kommt es bei belastenden Gedanken unmittelbar zu vegetativen Stressreaktionen: Blutgefäße verengen sich, Puls und Blutdruck steigen, der Blutzuckerspiegel wird erhöht, das Immunsystem geschwächt. Über einen längeren Zeitraum führen belastende Gedanken somit zu organischen Störungen und manifesten Krankheitsbildern. 80 Prozent der Zivilisationskrankheiten entstehen laut WHO durch Stress!

Wenn wir unser Leben also verbessern möchten, Vorsätze erfolgreich umsetzen und persönliche wie berufliche Ziele gesund erreichen möchten, ist es elementar, zunächst dort anzusetzen, wo der Stress entsteht: im Kopf. Das just ME Mentaltraining ist so entwickelt, dass bei regelmäßigem Training die Stressresilienz gestärkt und innere Klarheit und Selbstbewusstsein gesteigert werden. Wachsende Klarheit und Resilienz sorgen wiederum dafür, dass wir wissen, wer wir sind, was wir wollen und wie wir das auch motiviert erreichen können.

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